Rettet die Europawahlen

Bereits zum zweiten Mal führte die Friedrich-Ebert-Stiftung Prag (FES) die Workshopreihe „Rettet die Europawahlen“ vor den Wahlen zum Europäischen Parlament durch. Inspiriert wurde das Projekt von der FES aus Deutschland, wo es bereits in verschiedenen Formaten seit mehreren Jahren sehr erfolgreich durchgeführt wird. In diesem Jahr wurde es in Tschechien mit Unterstützung des tschechischen Think Tanks EUROPEUM organisiert.

Sechs junge Lektor_innen, die vorab an einer eintägigen Schulung teilnahmen, bereisten verschiedene Regionen Tschechiens, damit sie andere junge Schüler_innen nicht nur über aktuelle Entwicklungen der EU und die bevorstehenden Wahlen zum Europaparlament, sondern auch über die Geschichte und Institutionen der EU informieren konnten.

An dem Projekt nahmen nicht nur Gymnasien, sondern auch Handelsschulen und Berufsschulen mit künstlerischem oder bau-technischem Schwerpunkt teil. Die Schüler_innen wurden auf die Teilnahme ihrer allerersten Wahl vorbereitet und somit war es wichtig, sie zur Wahlteilnahme zu motivieren und ihnen alle wichtigen Informationen zu den Wahlen und über die Aufgaben des Europaparlaments zu vermitteln.

Der interaktive Workshop setzte sich aus sechs inhaltlichen Abschnitten zusammen, die mit Hilfe unterschiedlicher Methoden innerhalb von drei Stunden einen Überblick in folgende Themengebiete gab:

1. Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Wahlen

2. Die Geschichte der EU

3. EU-Puzzle zur EU-Erweiterung, Außengrenzen, Schengen, Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion etc.

4. Gesetzgebungsprozess der EU mit der Europäischen Kommission, Europäischer Rat und Europaparlament

5. Fraktionen und Ausschüsse im Europaparlament

6. Wahlen zum Europaparlament am 25. und 26. Mai 2019

Insgesamt wurden 15 Workshops an 12 verschiedenen Schulen durchgeführt. Neben Prag fanden die Workshops unter anderem in Liberec, Třebíč, Choceň, Chodov, Vysoké Mýto, Pilsen oder Ostrava statt. Durchschnittlich nahmen 20 Schüler_innen an einem Workshop teil.

Besonders positiv wurde die einführende Diskussion mit provokanten Thesen von den Schüler_innen bewertet, die mit grundsätzlichen Fragen zur Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und der Relevanz von Wahlen in den Workshop einführte. Hierbei bewerteten die Schüler_innen das Einbringen eigener Meinungen innerhalb der Diskussion als sehr positiv. Grundsätzlich fühlte sich aber ein Großteil der Schüler_innen nicht ausreichend kompetent sowie unzureichend informiert über europäische Themen sowie den bevorstehenden Wahlkampf zum Europaparlament. Wilde Diskussionen gab es auch zur Frage, ob das Wahlalter herabgesetzt werden sollte. Während der Diskussion sprach sich sogar die Mehrheit der Schüler_innen für die Anhebung des Wahlalters auf 20 Jahre aus (ein Herabsetzen des Wahlalters auf 16 Jahre, wie beispielsweise in Österreich, lehnte die Mehrheit strikt ab). Die Errungenschaften der EU bezüglich der Arbeitnehmerfreizügigkeit, Reisefreiheit und einer gemeinsamen Währung (auch wenn Tschechien bislang nicht der Eurozone beigetreten ist) wurden positiv von allen Schüler_innen wahrgenommen.

Friedrich-Ebert-Stiftung
Vertretung in der Tschechischen Republik

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fes(at)fesprag.cz

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