Das
Planspiel Kommunalpolitik
geht in die 2. Runde!
Rückblick und Aufruf zur
Teilnahme
Rückblick und Aufruf zur Teilnahme
Foto:
Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der
Tschechischen Republik
Am ersten
Tag des zweitägigen Projektes bekommen die
Schüler wichtige Informationen zu Strukturen und
Abläufen der Kommunalpolitik allgemein sowie in
ihrer Stadt. Am Nachmittag besuchen die
Teilnehmer die „echte“ Stadtratssitzung, um die
Abläufe und die Kommunalpolitiker
kennenzulernen. Dabei merken die Jugendlichen,
dass die Politiker sich mit den ganz
alltäglichen Dingen, die ihre Stadt - und damit
teilweise die Schüler selbst betreffen -
befassen.
Am zweiten
Tag erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in
Arbeitsgruppen - ihren eigenen Fraktionen -
und mit Unterstützung von
Kommunalpolitikerin ihre eigenen Themen. Diese
fassen sie in Anträge und Anfragen zusammen -
als Vorbereitung auf die simulierte
Stadtratssitzung, in der sie selbst
Kommunalpolitiker sind und ihre Vorschläge
diskutieren sowie darüber abstimmen. Die
Stadtratssitzung wird dabei von dem
Bürgermeister oder seinem Stellvertreter
moderiert und von der Presse begleitet.
Nach der
Pilotphase in Šumperk fand das Projekt auch in
Třebíč, Čáslav und Nymburk statt. Sowohl die
Schüler als auch die Kommunalpolitiker waren von
dem Projekt begeistert.
„Die
simulierte Stadtratssitzung selbst war sehr
interessant und gleichzeitig lehrreich für uns.
Ich war sehr angenehm überrascht, wie
unmittelbar und offen die Jugendlichen reagieren
können, ihre eigenen Vorschläge verteidigen und
argumentativ sehr stark für ihr oder ein anderes
Projekt einsetzen können“,
sagte der stellv. Bürgermeister von Čáslav Jiří
Havlíček nach der simulierten Stadtratssitzung
in seiner Stadt. „Aus den diskutierten
Anträgen wird offensichtlich, dass die jungen
Leute eine sehr gute Übersicht über das haben,
was in ihrer Stadt passiert und was sich wie
ändern sollte. Ich hoffe, dass die Jugendlichen
sich von dem Marasmus, der sich auf der hohen
politischen Ebene abspielt, nicht entmutigen
lassen und sich in Zukunft an der praktischen
Realisierung der Politik in unserem Land
beteiligen. Eine Reihe von ihnen hat dafür die
besten Voraussetzungen und kann so zu einer
Kultivierung der derzeitig abbauenden
politischen Kultur beitragen.“
Das
Planspiel in Čáslav war zum Beispiel geprägt vom
Thema der unkontrolliert hinzugezogenen Roma aus
der ganzen Tschechischen Republik. Anstatt die
Problematik zu ignorieren oder fremdenfeindlich
aufzugreifen, haben die Schüler eine
konstruktive Lösung gefunden und diese im Rahmen
der simulierten Stadtratssitzung vorgestellt.
Deren Vorschlag, im Rahmen einer städtischen
Einrichtung die Integration und Bildung der
Kinder aus sozial schwachen Familien zu fördern,
war sorgfältig ausgearbeitet und wurde angeregt
diskutiert.
Pädagogen
halten das Projekt, welches unter der
Schirmherrschaft des Schulministeriums steht,
für eine wichtige Form der politischen Bildung
in der Tschechischen Republik. „Ich
begrüße das Projekt der
Friedrich-Ebert-Stiftung, weil ich aus eigener
Erfahrung als Stadtrat weiß, dass es sehr
wichtig ist, das Interesse der jungen Leute an
der kommunalen Politik zu erhöhen“,
erläuterte PaedDr. Zdeněk Sejček, Schulleiter
des Gymnasiums Čáslav, seine Entscheidung zur
Teilnahme des Gymnasium an dem Projekt. „Die
Form des Projektes ist anschaulich und nicht -
wie es in der heutigen Zeit geläufig ist -
virtuell. Sie ermöglicht den Jugendlichen einen
direkten Kontakt und Einstieg zum Verhandeln.
Sobald sich auch noch die Stadträte aktiv
einbinden, wie es bei uns in Čáslav war, dann
habe ich großes Interesse an der weiteren
Zusammenarbeit. Es ist wichtig, den jungen
Leuten zu zeigen, dass die einschneidenden
Veränderungen nicht durch Stammtischdiskussionen
oder Demos gemacht werden, sondern durch
konkrete Arbeit unterstützt durch Bildung“.
Links zu Zeitungsberichten über das Planspiel
(nur Tschechisch):
Čáslav - 19. und 20.09.2011:
http://kutnohorsky.denik.cz/zpravy_region/kh-gympl20110921.html
http://kutnahora.pres.cz/?page=clanek&rok=2011&idc=2006
Nymburk - 26. und 27.09.2011:
http://nymbursky.denik.cz/zpravy_region/zastupitelstvosimul-nymburk20110930.html
Die
Friedrich-Ebert-Stiftung bietet das Planspiel in
der gesamten Tschechischen Republik an. Die
Teilnahme ist für Schulen kostenlos. Sämtliche
Organisation sowie Kommunikation mit den
Politikern übernehmen wir. Erfahrene Referenten
der Friedrich-Ebert-Stiftung geben den Schülern
die wichtigsten Basisinformationen sowie
begleiten sie durch das gesamte Projekt - auch
bei der Gruppenarbeit mit den Kommunalpolitikern
sowie bei dem Finale, der simulierten
Stadtratssitzung.
Für
Informationen sowie bei Interesse, das Projekt
an Ihrer Schule anzubieten, wenden Sie sich
bitte an Tamara Reisig,
Tamara.Reisig@fesprag.cz oder telefonisch
unter +420 224 948 088.












Foto:
Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der
Tschechischen Republik
